MikaFanClub.com

Welcome to the MikaFanClub.com forums.

You are currently viewing our boards as a guest which gives you limited access to view most discussions and access our other features. By joining our free community you will have access to post topics, communicate privately with other members (PM), respond to polls, upload content and access many other special features including the MEMBERS ONLY area. Registration is fast, simple and absolutely free so please, join our community today!

If you have any problems with the registration process or your account login, please contact us.


Go Back   MikaFanClub.com > MIKA > Mika News and Press

Reply
 
Thread Tools Display Modes
Old 08-10-2012, 06:04 PM   #1
DerMoment1608
Dr. John
 
DerMoment1608's Avatar
 
Join Date: Sep 2009
Location: Germany (Leipzig)
Posts: 752
Downloads: 2
Uploads: 0
German Interview in piranha magazine - October 2012

Here is another German Interview. Parts of it were printed in the free German magazine "piranho" which is handed out in a bigger German electro/CD-market (Saturn) and now the whole interview was posted on the Blog of the interviewer.

Because the interview wasn't on the Blog yet on Friday I wrote the interviewer and asked when it will be online - and as I was writing anyway I asked him if we could get the original transcript, too. But he answered me, that he translated the audio directly. Now I asked him, if we could get that. Don't know if he will hand it over, but it's worth a try. If not than I have no problem to translate the interview later.

It's an interesting interview, because he and the interviewer seemed to get along very well and Mika is in "talking-mood". For example he talks a little bit more about Nick and sometimes it seems more like a talk between friends about music who share the same taste

Quote:
Känn ingen sorg för Mika!

Mika? Auf diesem Indie-Schmindie-Popindie-Blog? Aber wohl! Ja doch!

Denn so oft gehen meine Interviews nur noch übers Telefon – wenn dann so jemand wie dieser kunterbunte Entertainer schon mal in München ist, dann will man ihm doch auch gegenüber sitzen! Wenn er dann auch noch als wunderbar angenehmer Gesprächspartner Interessantes zu erzählen hat, wäre es ja doof, ein solches Gespräch dem Blog vorzuenthalten. Aaalso: Mikas dritte Platte kommt, er hat sie größtenteils mit Nick Littlemore (PNAU, Empire Of The Sun) aufgenommen und es gibt eine Menge drum herum zu erläutern. Wir sitzen im „Salt“ am Rundfunkplatz… und man liest dieses Interview am besten, indem man sich Mika dauergrinsend vorstellt, mit einem permanenten Glitzer in den Augen.

Alright! Ich fange Interviews ja ganz gerne mit Smalltalk an. Um diese fürchterliche Spannung zu lockern!

Hahahaha. Ja, man kann sie schneiden, mit einem Messer!

Genau, haha! Aber so kannst du relaxen und die Angst ablegen.

Wessen Angst, deine oder meine? Hahaha.

Also, ich habe vorhin dieses Restaurant, in dem wir hier sitzen, im Internet rausgesucht. Damit ich wusste, wo ich hin muss. Dabei sah ich auch die Speisekarte. Und das ist eine von diesen ganz schrägen Speisekarten.

Ich habe noch nichts gegessen, ich weiß das noch nicht.

Es gibt hier Zeug wie Apfel-Wasabi-Eiscreme!

Oh, sowas LIEBE ich!

Du liebst es?

Ich stehe auf abgefahrenes Essen!

Es gibt auch: „Grüne-Tomaten-Marmelade“! Das wäre nämlich die Frage gewesen, die ich mir gestellt habe. Ob du, der ja öfter von Labels etc an solche Orte geführt wirst, so etwas tatsächlich noch essen magst. Ich würde hier normal ja nicht landen. Aber passen sich die Geschmacksknospen an? Oder wünscht Du dir nicht manchmal heimlich, einfach eine Pizza haben zu dürfen?

Also, ich bin sehr wohl der Typ, der hier sein… rares Dodo-Steak essen könnte, mit… Schnecken-Eiscreme obendrauf, der dann aber zum Abendessen bei MacDonalds vorbei schauen könnte. Ich habe keine Vorlieben. Wahrscheinlich, weil ich diesen Job schon so lange mache. Letztlich bin ich in diesem Business ja schon, seit ich elf bin. Und wenn man erst mal on the Road ist, dann kriegt das Ganze so ein Zigeuner-Feeling. Da ist man einfach ein Reisender. Am einen Tag bist du in irgendeinem ganz glamourösen Hotel, am nächsten Tag sitzt du um drei Uhr nachts auf dem Boden in einem Flughafen und wartest mit einem Stück kalte Pizza in der Hand auf deinen Anschlussflug um sechs Uhr früh. Das kommt mit dem Job, diese Extreme. Es ist halt Theater. Auf der Bühne ist es immer glamouröser als dahinter.

Auch bei dir? Ich hätte gedacht – du hattest ja weltweit deine Nummer-Eins-Hits. Ich dachte, auf Flughafenfußböden musst du nicht mehr sitzen.

Glaub mir, wir kriegen alles. Vom edlen Privatflieger, bis zum ewigen Warten auf dem Fußboden. Wenn du tourst, tourst du. Vor allem, wenn du ein Künstler bist wie ich, der eine Musik macht, die zwar einerseits sehr mainstream ist – aber andererseits eben doch sehr alternativ. Die Art und Weise, ich diese Musik kommunizieren muss, das ist: zu touren. Da ist man immer auf Achse. Und heute spiele ich vielleicht vor 10.000 Leuten, aber morgen vor 1.000. Da gibt es keine voreingestellte, amerikanische Maschinerie um mich herum. Aber so mag ich‘s. Dann das erlaubt mir niemals, selbstgefällig zu werden. Es hält immer alles etwas im Ungleichgewicht, was für einen Künstler bestimmt eine gute Sache ist. Wenn man selbstgefällig und gleichgültig wird, ist das ein kleiner Tod.

Du bist jetzt beim dritten Album angekommen. „The difficult third album.“

Nein. „The joyous third album“! Für mich, das ist meine Erfahrung. Das zweite Album, das war ein Qual.

War das so? Weil der Druck so hoch war?

Weil ich sofort wieder weiter gemacht habe! Aber ich hatte noch nichts wieder zu sagen. Es war eine bewusste Entscheidung von mir damals, eine Platte zu machen, die die erste genau fortführen sollte. Sogar das Cover war ja fast das Gleiche – ich änderte die Farben, ich änderte die Muster ein wenig, aber die Schablone blieb ja die gleiche. Kreativ, sowohl vom Design als auch von der Musik, benutzte ich die gleiche Schablone, und das war Absicht. Damals schien es mir, als wäre das das Richtige für mich.

Aber auf dieser dritten Platte… was am Schwersten war, das war: Den Anfang zu finden. Eineinhalb Jahre litt ich unter Schreibblockade, denn ich hatte einfach zu viel getourt. Ich kam an den Punkt, wo ich mich fragte: Wie fange ich an? Was muss ich tun, um anzufangen? Aber dann hat das Leben eingegriffen und mir eins auf die Mütze gegeben. Als das angefangen hatte, da fiel es mir auf, was der Schlüssel zu dem Ganzen war: Dass ich isoliert war. Danach löste sich alles. Denn als ich meine erste Platte machte, da war ich umgeben von, von einer… Gang. Ich war im Musik-College, um mich herum waren Studenten, ich arbeitete an ihren Platten mit, sie an meiner, wir waren ein Team, da war dieses ganze Netzwerk um mich herum. Dann wurde mir plötzlich klar, dass ich danach so isoliert war. Deswegen habe ich für diese Platte eine Entscheidung getroffen: Auch wenn ich ein Solo-Künstler bin, werde ich es angehen, als sei ich das Mitglied einer Band. Ich werde Leute finden, die mich inspirieren, und die das Schloss öffnen. Die das herauslassen, von dem ich weiss, dass ich es in meinem Inneren habe. Diese Erkenntnis änderte alles. Deswegen habe ich die Platte auch reisend aufgenommen.

Das Gefühl, das ich von der Platte habe: ich glaube, auf englisch sagt man: „poised“. Das sagte mein Computer, als ich eine Entsprechung fürs deutsche „souverän“ suchte.

(deutsch, er spricht nach Souverän…

Was also bedeutet: Cool mit den Dingen sein, drüber stehen.

Post-coital. Macht das Sinn für dich? Weisst du, was ich damit meine?

Weiss ich, ja. Habe ich tatsächlich auch schon mal erlebt. Selten, aber doch.

Die Zigarette nach dem Sex. Diese Sorte Souveränität. Haha, ich mache Witze. Aber: Ja, das trifft es genau. So habe ich mich gefühlt. Als ich die Platte machte. Das war so: Ich weiss genau, in welcher Form ich das hier schnitzen will, und ich werde es jetzt schnitzen. Und ich werde Spaß haben dabei. Aber so souverän die Platte ist, ist da immer noch dieses in sich ruhende Gefühl der Freude.

Es hört sich jedenfalls an, als wäre dies ein Album, auf dem du niemandem etwas beweisen musst. Kommt das hin? Es klingt selbstsicher. Es klingt so: „Okay, hier stehe ich, und das bin ich.“

Ja, doch es ist ein bisschen so. Es ist so. Und das war befreiend, zu der Zeit. Aber die Platte ist nicht zu selbstbezogen, oder? Klingt sie selbstsüchtig?

Das würde ich jetzt nicht sagen, nein.

Im Geiste ist sie sehr freigiebig. Ja, da war diese Lockerheit, diese Leichtigkeit: Dies hier bin ich, hier stehe ich, und – ja, das ist tatsächlich genau, wie ich mich gefühlt habe, als ich die Platte gemacht habe. Nicht davor, allerdings. Davor wars: „Was zur Hölle soll ich tun? Wo zur Hölle kann ich anfangen? Was zum Teufel soll ich jetzt nur machen?“

Sieh an, das habe ich nicht heraus gehört. Wobei ich mir dachte, deine zweite Platte, die kann man ja auf zwei verschiedene Weisen sehen. Man kann sagen: Okay, er hat gezeigt, dass er kein One-Hit-Wonder ist. Das alles ist auf niedrigerem Level abgelaufen als beim Debüt, aber er hat immer noch ein paar Nummer Eins-Hits gelandet. Wenn das ein Debüt gewesen wäre, hätte es als riesiger Durchbruch gegolten.

Genau! Wir haben immer noch zwei Millionen Platten verkauft. Wenn jemand mit seinem ersten Album 2 Millionen verkauft…

dann hätte jeder gesagt:

FUUCK!! Haha! Aber weil wir von dem ersten nun mal Fünfeinhalb verkauft haben, waren zwei Millionen fürchterlich schlecht! Was ja irgendwie, weißt du – ach was soll‘s. Du musst cool damit sein. Du musst dich daran erinnern, warum du eigentlich Musik machst. Du musst verdammt noch mal runterkommen, es von außen angucken und sagen: Machst Du Musik, weil es Dir um Zahlen geht? Oder machst du Musik, weil es das einzige ist, durch das du dich wie ein Mensch fühlst? Du musst dich wirklich an deine ursprüngliche Absicht erinnern, denn das ist der beste innere Kompass, den du haben kannst, wenn du eine Platte machst. Ob du eine Death Metal-Platte machst oder eine Pop-Platte, oder eine klassische, die Absicht ist doch die gleiche.

Als du die erste Platte gemacht hast, hattest du ja auch noch keine Gedanken an Millionenverkäufe im Kopf, da ging es um die Kunst, um den Ausdruck.

Genau! Aber dahin zu kommen… lass mich durch die Chronologie der Ereignisse führen: Das zweite Album passiert also, ja? Und ich war nicht mal, ich war nicht… ich war ziemlich happy, dass eine Platte, auf der ein Song wie „Toy Boy“ drauf ist, so gut laufen könnte. Gleichzeitig war‘s so, dass ich sagte: Ich glaube, ich muss auf Tour gehen. Und ich habe ja in Clubs und Kneipen angefangen, mich aber bis in die Arenen hoch gearbeitet, in Europa, auch in Asien, meine Tourneen sind echt große Geschichten geworden. Was wichtig war. Aber ich entschied mich auch, in der Zeit keine Songs zu schreiben, das war noch Absicht. Und als ich wieder nach Hause kam, da lebte ich erstmal ein bisschen das Leben. Aber in der Zeit wuchs meine Unsicherheit: Was wäre denn, wenn ich keinen weiteren Song schreiben kann? Während ich mein Leben lebe? Was passiert dann? Was soll ich dann tun? Wenn ich das, was ich tue, seit ich Teenager bin, auf einmal verlernt habe? Weil ich vergessen habe, warum ich‘s tue?
Aber dann schlägt plötzlich das Leben zu. Ich war in einer langen Beziehung, fünf Jahre – und die zerfiel. Gleichzeitig, als das passierte, hatte meine Schwester einen Unfall, sie war aus einem Fenster gefallen – und das war so traumatisch, wie es nur geht, es war aus dem vierten Stock. Einfach Schocks, die das Leben bereit hält. Mein Instinkt war, anstatt daheim zu bleiben und den helfenden Bruder zu geben… sobald es ihr besser ging, packte ich meine Koffer und verpisste mich. Ich ließ alles hinter mir.

Ich nahm einen Koffer Kleider und einen Koffer mit einer Festplatte mit. Und ich traf mich mit Nick Littlemore, den ich nur sechs Stunden, bevor ich mein Flugticket nach Montreal buchte, zum ersten Mal am Telefon gesprochen hatte, und ich bin einfach los und ich ließ das alles hinter mir.

Und ich komme ins Studio, und zum ersten Mal – also, ich bin kein Kiffer, aber er sitzt da in der Ecke, raucht seinen kleinen Joint – und ich war so müde vom Jetlag, dass ich erstmal einen Shot Whiskey nahm. Ich war betrunken und jetlagged, er war high, aber er hatte einen solchen Bock auf diese Session! Er hatte 22(!) alte Keyboards heran geschafft! Sieben Bässe, und elf verschiedene Gitarren! Dabei hatten wir doch noch gar keinen Song, dabei wussten wir doch noch gar nicht, was wir machen wollten! Und all die Sampler! Und das alles hatte er selbst bezahlt, das gesamte Budget hatte er auf seine Kreditkarten gepackt! Ich lauf da ein – und es war noch ein dritter Musiker da, er heißt Paul Steel, so etwa mein Alter. Niemand von uns hatte je den Anderen getroffen, ich laufe da ein, und ich denke mir: Ich bin nicht mehr allein!

Darf ich kurz fragen: Wenn er Steele heißt, ist er etwa der Bruder von Luke Steele?

Nein, die haben nichts miteinander zu tun. Also, ich komme da rein, und ich so: ****! Und wir beginnen sofort, miteinander zu jammen. Und ich wusste wieder: Wow! Ich bin nicht allein! Ich kann eben doch wieder Musik machen, und zwar einfach so! So machen Bands Musik, immer wieder und immer wieder. Die sitzen nicht vor einem Klavier und versuchen, alles alleine zu lösen. Wir jammten, und es passierte diese eigenartige Sache: Der Song „The Origin Of Love“ passierte! Innerhalb von 15 Minuten! Es ist jetzt der erste Song auf der Platte!
Ab dem Punkt dachte ich mir: „**** home!“ Das ist nicht wichtig, ich bleibe auf Achse, ich ziehe von Ort zu Ort. Und das habe ich sieben Monate gemacht, bis das Album fertig war. Das war, wie sich alles veränderte.

Nick Littlemore war natürlich eine sehr schlaue Wahl. Du warst Fan von Empire Of The Sun, vermutlich?

Ich kannte ein bisschen davon, sonderbarerweise gefiel mir ihr Image gar nicht so – obwohl speziell das eine Sache zu sein scheint, worauf alle abfahren. Das, was mich wirklich gepackt hat, klanglich, war die Tatsache, dass die Sounds zwar dancey waren, aber doch auf Vintage-Keyboards gemacht waren. Das hat mich echt interessiert. Ich meinte: Wer auch immer das gemacht hat – da wusste ich noch nicht, wer Nick Littlemore ist – der versteht ganz offensichtlich, dass auch elektronische Musik ein Herz haben kann. Wenn du ein ganz minimal verstimmtes altes Keyboard spielst, dann gibst du der Sache damit Persönlichkeit, du gibst ihr Sex, du gibt ihr eine Geschichte. Das klingt nicht wie etwas, das mit Ableton oder Logic am Rechner gemacht wurde – was die immer gleichen Klänge sind, die sie alle haben.

Deswegen wollte ich unbedingt mit ihm arbeiten, weil ich wusste: Dieser Mann macht frische, relevante elektronische Popmusik, aber sie klingt, als sei sie aus den 70s, es klingt wie Vangelis, es klingt wie „Chariots Of Fire“. Was hat er drauf, dieser Typ? Und er ist ein Genie! Er macht bloß nicht gerne Platten zu Ende, das ist sein einziges Problem. Das macht es schon auch ganz schön schwer. Schwer, mit ihm zu arbeiten.

Er ist ein Perfektionist, der nie der Meinung ist, dass etwas fertig ist?

Und dann verschwindet er einfach. Wenn er eine Platte abschließen muss, dann verlässt er das Studio. Er verlässt das LAND! Er ließ mich allein mit der Platte, um sie abzuschließen. Hahaha – ich kann dir gar nicht sagen, wie schwer DAS ist, wenn du versuchst, ein Album zu machen.

Der Ruf, dass er schwierig ist, eilt ihm ja voraus. Bei Empire Of The Sun gibt es doch die gleiche Geschichte. Ich bin ja bei Empire Of The Sun gelandet, weil ich ein so großer The Sleepy Jackson Fan war.

Oh, ich auch. Ich LIEBE The Sleepy Jackson.

Luke Steeles Songwriting zu hören, verbunden mit Dancemusic, die aber auch, wie du gesagt hast, diese organischen warme Atmosphäre hat… das hat SO gut zusammen gepasst! Dass die Typen mit Federn und Umhängen rumliefen, war mir immer egal…

Mir auch!

Die Outfits waren sehr flashy, aber die Musik selbst war doch sehr sublim.

Wunderschön!

Jedenfalls, The Sleepy Jackson erzählte ja auch, dass es wohl nicht zu einer zweiten Empire Of The Sun – Platte kommen würde, weil er Nick Littlemore einfach nicht mehr zu fassen kriegt.

Das war, weil Nick Littlemore mit mir gearbeitet hat, hahaha! Er hatte eine Affäre mit mir!

Seine letzte PNAU-Platte hat er aber auch in der Zwischenzeit gemacht…

Haha, und natürlich die Elton John-Remix-Platte! Ich habe ihn gestohlen, von Elton, und von Luke! Das hat durchaus Probleme verursacht!

Aber das passt schon – und den Cirque de Soleil hat er ja auch gemacht, aber davon hatte er die Schnauze dermaßen voll. Deswegen war er wahrscheinlich so gut in meinen Sessions, so aufgeregt – weil er was machen konnte, das nicht dieser verfickte Zirkus war.

Aber er war der Schlüssel! Egal, dass ich mit anderen Leuten gearbeitet habe. Selbst die Songs, die ich mit Benni Benassi gemacht habe, die brachte ich zurück zu Nick! Und Nick so: Ah, das ist ziemlich cool. Was machen wir jetzt, damit es etwas, naja, menschlicher klingt?Übernehmen wir alles, was cool ist an diesem schimmernden, elektronischen Dance-Zeug, das Benni Benassi macht, und wie geben wir dem etwas Herz? Immer wieder habe ich mein Zeug bei ihm abgeliefert und gefragt: So, was machen wir jetzt damit? Ich meine, „Love Me When I‘m Drunk“, das habe ich mit meinem alten Schreibpartner geschrieben, Jodi Marr, vom ersten Album. So manche Abläufe vom ersten Album haben wir wieder aufgegriffen. Ich bringe also „Love Me When I‘m Drunk“ zu Nick und ich frage: Okay, was mache ich als Nächstes? Und er so: „Sparks, ELO, Jeff Lynne… lass es uns so machen, dass es sich anfühlt, als ob es immer nach oben klettert. Als wenn diese Verflechtung immer nach oben gewebt wird.“ Alles sehr visuell.

Das mit der Verflechtung hat er so gesagt?

Ja, genau, wie so Algen, wie Efeu, wie etwas sehr organisches. Das sind alles Keyboards. Es klingt aber nicht wie Keyboards. Es klingt wie ELO oder ABBA.
__________________

.
"I'm really happy that I have a good line that doesn't go too high
because I hate singing too high"
DerMoment1608 is offline   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 06:05 PM   #2
DerMoment1608
Dr. John
 
DerMoment1608's Avatar
 
Join Date: Sep 2009
Location: Germany (Leipzig)
Posts: 752
Downloads: 2
Uploads: 0
Quote:
Ich bin ja selbst kein Musiker. Deshalb mag ich es, dass es Leute gibt wie Michael Stipe, die auch keine Musik lesen können und die im Studio dann zur Band sowas sagen wie: „Lass es klingen wie Wolken.“

Ich kann auch keine Noten lesen! Ich gehe ins Studio und ich sage: „Stell dir vor, du bist 17. Es ist Sommer, und du bist in Norwegen. Du hast nicht genug Geld, um von dort weg zu kommen, also hängst du draußen rum. Und du liegst auf einer Wiese, und du hast den Kopf im Gras, und das Gras ist leicht gelb, weil es zwei Wochen nicht geregnet hat.“

Na das ist mal richtig präzise!

Aber das ist genau, wie ich‘s beschreibe! Weil ich eben auch keine Musik lesen kann, ist für mich alles wie ein Film. Deswegen will ich jetzt auch anfangen, meine eigenen Musikvideos zu drehen. Ich werde so SAUER, wenn ich ein Video mache, und der Film, den die machen, nicht der ist, den ich in meinem Kopf sehe!

Ich denk mir das auch oft, wenn ich Videos sehe. Da gibt es so einige Regisseure, die den offensichtlichen Weg wählen.

Glaub mir, ich weiss das. Aber der Zeitdruck – all das was drumrum passiert, wenn ein Video gedreht wird, das ist lächerlich. Vor allem, wenn du gleich mit mehreren Ländern gleichzeitig arbeiten sollst.

Ich bin immer noch erstaunt – du sagtest doch, du hast mit elf angefangen? Du warst auf Musikschulen. Ich dachte mir, du bist bestimmt auf so und so vielen Instrumenten ausgebildet…

Ich spiele NICHTS außer dem Klavier – und das schlecht! Ich bin auch extremer Legastheniker – noch mit elf konnte ich weder lesen noch schreiben! Noch heute kann ich nicht richtig buchstabieren! Ich höre Hörbücher – denn ich kann mir ALLES merken. Wenn ich es höre, dann erinnere ich mich dran. Aber: Ich kann nicht richtig schreiben.

Hui. Das ist interessant.

Ich glaube, man benutzt dann einfach andere Teile des Gehirns mehr.

Bestimmt. Offensichtlich! Du säßest mir hier nicht gegenüber, wenn du nicht Talente hättest, die außergewöhnlich sind.

Ich glaube, es sind eher meine begrenzten Talente. Begrenzte Talente, die einen dazu zwingen, eine Geschichte origineller zu erzählen. Schon komisch – kennst du den Songschreiber Paul Anka?

Natürlich, ja.

Ein legendärer Songschreiber. Er hat ein paar fantastische Songs geschrieben, sogar fürs Bratpack! (Für die Jüngeren unter Euch: Das “Bratpack” waren Frank Sinatra, Sammy Davis Jr und Dean Martin.) Aber auch ein paar echt schlechte. Zuletzt war sein Zeug echt cheesy.

Er hat jetzt eine Las Vegas Show, nicht wahr?

Er ist jetzt leider alt geworden, und der Mythos ist zerstört. Aber als ich ihn mal traf, das war auf einer Fundraiser-Party, zu der ich eingeladen war. Neben mir sitzt also Paul Anka. Und er fragt: „Kannst du Klavier spielen?“ Und ich so: „Ja, aber ich bin scheiße.“ Darauf er: „Oh, dann musst du ein guter Schreiber sein.“ Ich: „Warum??“ Er: „Wenn du zu gut am Klavier bist, erzählst du deine Geschichte mit dem Klavier. Aber wenn du schlecht bist, erzählst du die Story mit der Melodie.“ Das fand ich echt interessant, und ich glaube, er hat Recht.

Ich habe eine Frage, die ich öfter mal Musikern stelle, aber ich glaube, die Antwort bei dir könnten extremer ausfallen: Was ist die häufigste oder größte Fehleinschätzung, mit der du konfrontiert wirst?

Dass meine Musik von anderen Leuten gemacht wird. Wenn ich laufe, hängt eine meiner Schultern nach unten, weil ich all die Jahre eine Harddrive im Arm getragen habe! Ich trage meine Platten – buchstäblich – von Studio zu Studio. Ich schreibe meine Songs, Tag für Tag – es ist das Einzige, das ich überhaupt kann. Und ich finde es bizarr, dass Popmusik heutzutage… in den 70s und 80s, da konntest du Popmusiker sein und es galt als etwas! Aber heute, wenn du glänzende Popmusik machst, oder schimmernde, sogar mutige Popmusik – dann denken die Leute, es muss irgendwie vom Fließband sein, man muss eine Marionette sein und dahinter muss eine Maschinerie stecken!
Ich glaube aber, dass dieser Eindruck von mir jetzt in sich zusammenbrechen wird, vor allem nach dieser Platte. Aber das war für mich lange ein sehr großes Problem. Und das war ganz schön nervig. Ich meine, erst kriegte ich jahrelang keinen Plattenvertrag, weil unsere Musik als NICHT KOMMERZIELL GENUG galt! Andererseits – das ist mir heute auch wurscht. Mir doch egal, was die Leute denken! Ich kann Platten machen, die ich richtig liebe! Und ich denke, ich hätte diese dritte Platte nie mit dieser Begeisterung aufnehmen können, wenn ich sie nicht mit der Einstellung in Angriff genommen hätte, als ob ich noch nie vorher eine Platte gemacht hätte. Das hat mein Ego zerstört, auf die bestmögliche Art und Weise. Deswegen habe ich an Türen geklopft, die mir vorher verschlossen waren – und ich habe ein zweites Mal geklopft, und noch mal, ich habe mich durchgeboxt. Ich war nicht besonders stolz, ich fühlte mich nicht wie ein Musiker.

Ich finde, dass in den letzten Jahren qualitativ hochwertiger Pop sehr wohl wieder neu aufgekommen ist, und dass er auch durchaus hoch eingeschätzt wird. Robyn wäre ein Musterbeispiel.

Ja!

Was sie macht, ist definitiv Pop, aber sie ist trotzdem eine Favoritin von Pitchfork.

Ja, genau! Klas Åhlund, der „Hang With Me“ und viele andere ihrer Songs gemacht hat, ist auf meiner Platte! Wir haben „Overrated“ zusammen gemacht! Und „Elle me dit“ – bzw. die englische Version, „Emily“

Tja, ich bin natürlich Fan von ihm. Wegen den Caesars.*

Ach klar, okay!

Er war in den Caesars, und in den Teddybears STHLM, er macht all diese Dinge!

Es ist witzig, denn wir beide kommen gut aus. Ich glaube, wir haben einen ähnlichen Humor, ich finde ihn sehr, sehr witzig. Denn er sitzt da, mit seinem langen Bart, und er… verschwendet sehr wenig Energie. Aber er macht all diese verschiedenen Dinge, so viel unterschiedliche Musik, das liebe ich! Aber du hast Recht mit dieser neuen Pop-Welle – doch die meisten in dieser Welle sind Frauen… und viele sind Bands. (Er überlegt kurz, will innehalten.) Ach egal – warum Interviews geben, wenn man nicht lästern darf? Mein Ding ist also: Es gibt einfach keine verdammten Männer im Pop! Andererseits, ich will ja auch gar keine anderen Männer! Will ich ja gar nicht! Ich meine, wohin ist Beck verschwunden? Seine neue Platte will er als Notenheft veröffentlichen! Aber insgeheim will ich ja gar nicht, dass Beck zurück kommt! Obwohl ich der größte Beck-Fan in der Welt bin!

Dann siehst du in Beck deinen ersten Konkurrenten?

Nein, neinnein! Für mich ist er.. eine Inspiration! Es gibt schon so einige Männer, die erstaunliche Musik machen. Sufjan Stevens macht erstaunliche Musik – die neue Miike Snow Platte, die ist ab-so-lut durchgeknallt!

Au ja, das ist auch eine meiner Platten des Jahres!

SO gut!

Da passiert SO VIEL, auf der Platte!

So viel passiert! Kennst du den Song „Vase“? Lied Nummer vier.

Mag ich! Das Starke bei Miike Snow ist: Wenn man nicht drauf achtet, sich das so nebenbei anhört, denkt man: Gute Popsongs. Aber wenn man hinhört!! Was da ABGEHT!

Die sind alle Teil einer Crew. Sie sind zur Schule gegangen gemeinsam. Sie sind auch eng mit Klas Åhlund befreundet.

Ja, die haben doch jetzt gemeinsam ein Label gegründet, “Ingrid”.

Echt? Wusste ich nicht!

Miike Snow, Klas Åhlund, Peter Björn & John, Lykke Li – alle Teil des Teams.

Echt? Lykke Li auch? Die ist super! Und weißt du, wer noch super ist? Jetzt gerade, ist die beeindruckendste Person in der Welt des Pop: Sia.

Seal?

Sia! Bitte nicht Seal!! Und ich bin so happy, dass sie jetzt auch im Mainstream Erfolg hat. Sie macht diese Platten schon seit Jahren, und ein paar davon sind so UNGLAUBLICH gut! In letzter Zeit habe ich auch die Magnetic Zeroes wieder rausgekramt, sie wieder entdeckt, mich wieder für sie begeistert.

Da muss ich gestehen, das ist eine Band… ich weiss, es gibt sie, aber die haben mich noch nicht so gepackt.

Du solltest ihnen ne Chance geben! Echt eine sehr mitreissende Sache!

Ich fand es immer etwas sonderbar, dass Edward Sharpe auch gleichzeitig Ima Robot macht. In Ima Robot gibt er diesen 80s-Typ, aber in den Magnetic Zeroes ist er plötzlich… Jesus Barfuß? Schon komisch, oder? Ich meine, irgendwo auch stark, dass er nicht nur eine Sache macht. Aber andererseits: Wie kaufe ich dir deine 80s-Besessenheit ab, wenn ich weiß, du gibst auch den Hippie?

Verstehe. Kennst du den Schauspieler, der in „The Madness Of King George“ gespielt hat? Ein Engländer, er ist gestorben.

Da muss ich später nachschauen. **

Schau nach, ich fällt sein Name gerade nicht ein. Aber es gibt ein Zitat über ihn, das habe ich damals in seinem Nachruf gelesen. Sein Partner, sein langjähriger Freund, sprach über ihn. Und er erzählte: „Er hatte diese besondere Eigenschaft: Ich habe in meinem Leben niemanden getroffen, der sich öfter selbst widersprochen hat. An dem einen Tag erzählte er, dass er eine Sache vergöttern würde. Am nächsten Tag bestand er darauf, dass er die selbe Sache unglaublich hasste. Sogar, dass er sie noch nie gemocht hätte! Um am Tag darauf zu sagen: Das ist das Beste, kennst du es schon? Er vergaß sogar, dass er sich schon selbst widersprochen hatte!“ Das Witzige ist, ich kann mich echt in ihm wieder finden. Jedenfalls, was sein Partner dann sagte, war: „Am Anfang hat mich das wütend gemacht. Dann wurde mir klar: Das war es, was ihn so unglaublich interessant machte! Dass er niemals still stand!“ Das, fand ich, war toll.

Und genauso kann man das auf die Musik anwenden. Man kann fragen: „Was ist jetzt los, was meinst du wirklich? Was soll ich jetzt glauben?“ Aber wenn du es anders siehst: Ist es nicht noch viel spezieller, ist es nicht noch viel besser, jemandem zu folgen, der sich herausfordert und der sich selbst widerspricht, noch bevor du selbst ihn hinterfragen kannst? Das ist etwas, das sieht man in der klassischen Musik, man sieht es im Kino. Man sah es in der Kunst, wobei… heute nicht mehr so. Denn heute ist es so: Sobald ein Künstler rausbekommen hat, mit welcher Art Gemälde er auf dem Kunstmarkt Erfolg hat, werden die Gallerien ihn zwingen, das Gleiche wieder zu machen und wieder und wieder.

Hast Du auch Dir schon widersprochen? Hast Du auf dieser Platte Sachen gemacht, die zum Beispiel dem ersten Album völlig widersprechen?

Total! Ich habe früher immer gesagt: Ich HASSE diese verdammten Computer! Und jetzt sage ich: Ich stehe total auf Computer! Hahaha! Oder: Ich rede nie über mich selbst! In meinen Texten geht es nie um mich, sondern immer um andere Leute! Und jetzt? Singe ich NUR über mich! Alle meine Songs gehen um mein Leben! Selbst eine Sache wie die Sexualität! Früher sagte ich: Ich rede nicht in Schlagworten, ich lasse mich nicht mit irgendetwas bezeichnen. Jetzt sage ich: Klar, ich bin schwul! Na und? Manche sehen darin vielleicht eine Unvereinbarkeit – aber ich sehe das als: Ich bin lebendig!

Mir wird gestikuliert, wir müssen abbrechen, die Zeit ist um. Schade! Vielen Dank, das war sehr interessant!

Thank you! Very much!

*FAIL! Es ist nicht Klas Åhlund, der in den Caesars spielt, sondern sein Bruder Jocke. Aber immerhin sind beide Teil der Teddybears STHLM.
** Der angesprochene Schauspieler ist Sir Nigel Hawthorne
http://hennissey.piranha.tv/2012/10/...sorg-for-mika/

It's worth to have a look on the blog because the interviewer included a lot of videos from the artists they are talking about.
__________________

.
"I'm really happy that I have a good line that doesn't go too high
because I hate singing too high"
DerMoment1608 is offline   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 07:29 PM   #3
AnnaMariaPetra
Anneke
 
AnnaMariaPetra's Avatar
View twitter
 
Join Date: Jun 2007
Location: Drenthe (province of The Netherlands)
Posts: 13,041
Downloads: 7
Uploads: 0
Thanks for posting! It's indeed quite an interesting interview.
This is news for me:


Aber das ist genau, wie ich‘s beschreibe! Weil ich eben auch keine Musik lesen kann, ist für mich alles wie ein Film. Deswegen will ich jetzt auch anfangen, meine eigenen Musikvideos zu drehen. Ich werde so SAUER, wenn ich ein Video mache, und der Film, den die machen, nicht der ist, den ich in meinem Kopf sehe!


"That's why I want to start making my own music vids."
__________________
The Things we left unsaid
Are only taking Space up in our Heads
Happy Oldling no. 40
Proud MFC-mother of 3 kids no. 46!
Mad Fools Community

Write your letters in the sand
For the day I take your hand


Mika and Me, Amsterdam June 2nd 2009 !!!
Mika signing my Songs for Sorrow book in Amsterdam, June 2nd 2009
AnnaMariaPetra is offline   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 08:35 PM   #4
LaraMay
T.❤.❤.L
 
LaraMay's Avatar
View MySpace
View twitter
 
Join Date: Apr 2007
Location: Gothenburg, Sweden
Posts: 1,380
Downloads: 0
Uploads: 0
Känn ingen sorg för Mika!

Swedish headline or German too?? Weird?
__________________
MIKA Pics MIKA Vids My Music
LaraMay is offline   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 08:53 PM   #5
krysady
Call me Chris
 
krysady's Avatar
View twitter
 
Join Date: Feb 2011
Location: Romania
Posts: 3,502
Downloads: 0
Uploads: 0
Thanks for posting! waiting for translation
Quote:
Originally Posted by AnnaMariaPetra View Post
This is news for me:


Aber das ist genau, wie ich‘s beschreibe! Weil ich eben auch keine Musik lesen kann, ist für mich alles wie ein Film. Deswegen will ich jetzt auch anfangen, meine eigenen Musikvideos zu drehen. Ich werde so SAUER, wenn ich ein Video mache, und der Film, den die machen, nicht der ist, den ich in meinem Kopf sehe!


"That's why I want to start making my own music vids."
All that bunch of blue words means that?
__________________
<img src=http://www.mikafanclub.com/forums/signaturepics/sigpic22599_2.gif border=0 alt= />
krysady is offline   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 08:56 PM   #6
Cassilda
mikamaniac
 
Cassilda's Avatar
View twitter
 
Join Date: Apr 2010
Location: Carinthia, Austria
Posts: 7,701
Downloads: 2
Uploads: 0
Quote:
Originally Posted by LaraMay View Post
Känn ingen sorg för Mika!

Swedish headline or German too?? Weird?
Definitely no German. At least no German I speak
__________________

Wien 29.03.2010
Codroipo 07.07.2010
Compiègne 09.07.2011
Vigevano, 24.07.2012
Wien, 05.11.2012
Padova, 09.11.2012
Cassilda is online now   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 08:58 PM   #7
Cassilda
mikamaniac
 
Cassilda's Avatar
View twitter
 
Join Date: Apr 2010
Location: Carinthia, Austria
Posts: 7,701
Downloads: 2
Uploads: 0
Quote:
Originally Posted by AnnaMariaPetra View Post
Thanks for posting! It's indeed quite an interesting interview.
This is news for me:


Aber das ist genau, wie ich‘s beschreibe! Weil ich eben auch keine Musik lesen kann, ist für mich alles wie ein Film. Deswegen will ich jetzt auch anfangen, meine eigenen Musikvideos zu drehen. Ich werde so SAUER, wenn ich ein Video mache, und der Film, den die machen, nicht der ist, den ich in meinem Kopf sehe!


"That's why I want to start making my own music vids."
Quote:
Originally Posted by krysady View Post
Thanks for posting! waiting for translation

All that bunch of blue words means that?
The fat one is that sentence...
__________________

Wien 29.03.2010
Codroipo 07.07.2010
Compiègne 09.07.2011
Vigevano, 24.07.2012
Wien, 05.11.2012
Padova, 09.11.2012
Cassilda is online now   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 08:58 PM   #8
AnnaMariaPetra
Anneke
 
AnnaMariaPetra's Avatar
View twitter
 
Join Date: Jun 2007
Location: Drenthe (province of The Netherlands)
Posts: 13,041
Downloads: 7
Uploads: 0
Quote:
Originally Posted by krysady View Post
Thanks for posting! waiting for translation

All that bunch of blue words means that?
No, sorry I gave a short summary

Aber das ist genau, wie ich‘s beschreibe! Weil ich eben auch keine Musik lesen kann, ist für mich alles wie ein Film. Deswegen will ich jetzt auch anfangen, meine eigenen Musikvideos zu drehen. Ich werde so SAUER, wenn ich ein Video mache, und der Film, den die machen, nicht der ist, den ich in meinem Kopf sehe!

But that is just what I mean. Because I cannot read music everything is like a film to me. That's why I want to start making my own music vids from now on. It makes me so sad making a vid that doesn't turn out the way I intended!
__________________
The Things we left unsaid
Are only taking Space up in our Heads
Happy Oldling no. 40
Proud MFC-mother of 3 kids no. 46!
Mad Fools Community

Write your letters in the sand
For the day I take your hand


Mika and Me, Amsterdam June 2nd 2009 !!!
Mika signing my Songs for Sorrow book in Amsterdam, June 2nd 2009
AnnaMariaPetra is offline   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 08:59 PM   #9
Cassilda
mikamaniac
 
Cassilda's Avatar
View twitter
 
Join Date: Apr 2010
Location: Carinthia, Austria
Posts: 7,701
Downloads: 2
Uploads: 0
T4p!

Great interview!
__________________

Wien 29.03.2010
Codroipo 07.07.2010
Compiègne 09.07.2011
Vigevano, 24.07.2012
Wien, 05.11.2012
Padova, 09.11.2012
Cassilda is online now   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 09:11 PM   #10
krysady
Call me Chris
 
krysady's Avatar
View twitter
 
Join Date: Feb 2011
Location: Romania
Posts: 3,502
Downloads: 0
Uploads: 0
Quote:
Originally Posted by Cassilda View Post
The fat one is that sentence...
Quote:
Originally Posted by AnnaMariaPetra View Post
No, sorry I gave a short summary

Aber das ist genau, wie ich‘s beschreibe! Weil ich eben auch keine Musik lesen kann, ist für mich alles wie ein Film. Deswegen will ich jetzt auch anfangen, meine eigenen Musikvideos zu drehen. Ich werde so SAUER, wenn ich ein Video mache, und der Film, den die machen, nicht der ist, den ich in meinem Kopf sehe!

But that is just what I mean. Because I cannot read music everything is like a film to me. That's why I want to start making my own music vids from now on. It makes me so sad making a vid that doesn't turn out the way I intended!
Thank you! Now I can't wait to see his own vision about the songs in the next videos
__________________
<img src=http://www.mikafanclub.com/forums/signaturepics/sigpic22599_2.gif border=0 alt= />
krysady is offline   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 09:12 PM   #11
Kaito
Tah Dah !
 
Kaito's Avatar
View twitter
 
Join Date: Nov 2009
Location: Between Brussels & Liège (Belgium)
Posts: 813
Downloads: 0
Uploads: 0
I can't wait to understand this interview xD haha Thank youuu for asking the interviewer D
__________________


Antwerp 05.05.10
Manneke Paul 29.09.12
Roubaix 31.10.12
Brussels 03.11.12
Almere Xmas Special 20.12.12!

Kaito is offline   Reply With Quote
Old 08-10-2012, 09:17 PM   #12
DerMoment1608
Dr. John
 
DerMoment1608's Avatar
 
Join Date: Sep 2009
Location: Germany (Leipzig)
Posts: 752
Downloads: 2
Uploads: 0
Quote:
Originally Posted by LaraMay View Post
Känn ingen sorg för Mika!

Swedish headline or German too?? Weird?
No, that's not German. It means "Don’t feel sorry for Mika", right? I don't know why the interviewer wrote it in Swedish. Maybe he thought it's cool? And/Or it's a reference to the song "Känn Ingen Sorg For Mig Göteborg"?

But even if I'm not sure why he choose to write the headline in Swedish, the meaning itself does make sense, because of the first sentences:

Quote:
Mika? Auf diesem Indie-Schmindie-Popindie-Blog? Aber wohl! Ja doch!

Denn so oft gehen meine Interviews nur noch übers Telefon – wenn dann so jemand wie dieser kunterbunte Entertainer schon mal in München ist, dann will man ihm doch auch gegenüber sitzen! Wenn er dann auch noch als wunderbar angenehmer Gesprächspartner Interessantes zu erzählen hat, wäre es ja doof, ein solches Gespräch dem Blog vorzuenthalten.
"Mika? On this Indie-Schmindie-Popindie-Blog? Indeed! Yes! [With the words he used it's a very vehemently "indeed" and "yes"]

Because so many times my interviews are only through phone now - so, if somebody like this colourful entertainer is in Munich for once, then one wants to sit in front of him! If he then is, on top of that, a wonderful, enjoyable conversational partner who has to tell interesting things, then it would be dump to withhold such an talk from the blog.


So this blog seems to be an indie-music-blog, which normally wouldn't post interviews with artists like Mika. But as it was such a great interview he doesn't feel sorry to post it at all.
__________________

.
"I'm really happy that I have a good line that doesn't go too high
because I hate singing too high"
DerMoment1608 is offline   Reply With Quote
Reply

Thread Tools
Display Modes

Posting Rules
You may not post new threads
You may not post replies
You may not post attachments
You may not edit your posts

BB code is On
Smilies are On
[IMG] code is On
HTML code is Off



All times are GMT +1. The time now is 09:14 AM.


Powered by vBulletin® Version 3.8.3
Copyright ©2000 - 2013, Jelsoft Enterprises Ltd.
© 2013 MikaFanClub.com